
Jochim Lichtenberger
Die Ausstellung „Momente der Stille und die Poesie der Physik“ zeigt fotografische Arbeiten von Jochim Lichtenberger (1948), der in Fahren nahe der Ostsee in Schleswig-Holstein lebt. Seine Bilder bewegen sich im Spannungsfeld von Natur, Wissenschaft und Kunst und eröffnen einen stillen, kontemplativen Blick auf scheinbar vertraute Landschaften.
Ausgebildet als theoretischer Physiker und promovierter Psychologe, war Lichtenberger viele Jahre als Lehrer für Mathematik und Physik sowie als Aus- und Fortbildner von Physiklehrkräften tätig. Diese wissenschaftliche Prägung wirkt bis heute in seine künstlerische Arbeit hinein: Seine Fotografien sind geprägt von genauer Beobachtung, struktureller Klarheit und einer besonderen Sensibilität für physikalische Phänomene.
Im Zentrum seiner Arbeiten stehen die Farben von Meer und Himmel, Spiegelungen, Lichtbrechungen und atmosphärische Effekte wie Fata Morgana. Oft entstehen Bildräume, die zwischen Realität und Abstraktion oszillieren und an der Grenze zur Surrealität liegen. Durch eine bewusst reduzierte, minimalistische Bildsprache verdichtet Lichtenberger diese Naturerscheinungen zu poetischen Momenten der Stille.
Die Ausstellung lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen, innezuhalten und den Blick zu schärfen – für die leisen Übergänge, für das Zusammenspiel von Licht, Farbe und Raum. So wird die Fotografie zum Ort des Staunens, an dem sich wissenschaftliche Präzision und künstlerische Offenheit auf besondere Weise begegnen:
„Das Höchste, wozu der Mensch gelangen kann, ist das Erstaunen. Die Wissenschaft hilft uns vor allem, dass sie das Staunen, wozu wir von Natur aus berufen sind, einigermaßen erleichtere.“
Johann Wolfgang von Goethe

Lichtenberger
Künstlergespräch und Führung: 21. Mai, 15 - 16 Uhr
Finissage: 05. Juli 2026, 14 - 17 Uhr
Künstlergespräch, Kaffee und Gebäck
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