Dienstag, 09.08.2022

Pressemitteilung vom 01.08.2022

Historische Radwanderung nach Schmoel

Am Dienstag, dem 09.08.2022, um 14.00 Uhr, startet die nächste historische Radwanderung des Probstei Museums. Das Ziel dieser Tour ist das Gut Schmoel. Treffpunkt ist der Museumshof an der Ostseestraße in Schönberg. Nach einer kurzen Einweisung fahren die Teilnehmer auf dem Radweg entlang der Kreisstraße nach Krummbek. Hier wird etwas über den Biolandhof Muhs erzählt und über den Baumeister Hermann Göttsch berichtet. Weiter geht es an unserem Wasserwerk vorbei nach Bendfeld. Hier steht auf dem Hof Stoltenberg-Göttsch noch ein sehr gut erhaltener Bohlenspeicher aus dem 16. Jahrhundert. Von Bendfeld erreichen wir durch den Rögen, einen bewirtschafteten größeren Wald, den Gutsbezirk Schmoel. Aus dem Rögen heraus ist eine kurze aber heftige Steigung zu überwinden, auch schiebender Weise, von deren Gipfel sich den Teilnehmern zur Belohnung ein wunderschöner Rundblick über bereits abgeerntete Raps- und Getreidefelder bis zur Ostsee bietet. An der Zufahrt des Gutes erinnert der Hexenstein an die Hexenprozesse des Gutsherrn Christoph von Rantzau in den Jahren 1666 bis 1686 (Nachzulesen in „Gut Schmoel in dunkler Zeit. Christoph von Rantzau und seine Hexenprozesse“ von Manfred Jacobsen). Der Gutshof, auf dem zu dieser Zeit der Erntebetrieb in vollem Gange ist, empfängt die Teilnehmer mit seinem Torhaus aus dem Jahre 1699, erbaut von Detlef Reventlow und seiner Frau Dorothea. Auf dem Hof selbst sind rechts die Haferscheune aus dem Jahre 1706 und links die Weizenscheune aus dem Jahre 1697 mit ihren neuen Reetdächern zu bewundern. Vom Gutshof geht es mit Blick auf die blaue Ostsee durch die Gutsfelder – auf denen mit etwas Glück die großen Erntemaschinen bei der Arbeit zu beobachten sind – zum Schmoeler Biotop. Dieses wird umrundet, der Grenzgraben zur Probstei überquert und nach kurzer Zeit der Ort Stakendorf erreicht. In den Dörfern Bendfeld und Stakendorf ist die ursprüngliche Dorfanlage als Rundling noch sehr gut zu erkennen. Nach weiteren 4 km ist mit der „Villa Dietrich“ der wohl prachtvollste Bau des Probsteier Baumeisters Hermann Göttsch zu bewundern. Gegen 18.00 Uhr sind die Teilnehmer wieder am Ausgangspunkt in Schönberg angekommen.

Die Tour ist ca. 25 km lang und kann von allen bewältigt werden. Es gibt selbstverständlich keine Einwände gegen die Benutzung eines Elektrofahrrades. Trinkbares und ein Mundvorrat sollten dabei sein, eine Einkehrmöglichkeit besteht nicht. Bitte den Regenschutz nicht vergessen, denn gefahren wird nicht nur bei gutem Wetter. Die Teilnahme kostet pro Teilnehmer 3,00 €, Kinder 1,50 €.

Die nächste Radwanderung führt die Teilnehmer am 23.08.2021 nach Probsteierhagen.

Text: Malchau
Fotos: Kolberg

Robert Zeltner, Probstei Museum Schönberg




Pressemitteilung vom 01.08.2022

Ferienaktion am 10.08.22

Seile drehen und Knotentechniken

Am Mittwoch, den 10.08.22 von 14.30 bis 16.00 Uhr steht eine letzte Ferienaktion für Kinder und Familien auf dem Programm des Probstei Museums. Diesmal geht es um die bäuerliche Reepschlägerei, also die Herstellung von Seilen, und um Knotentechniken. Zunächst wird die museumseigene Seilwinde erläutert und dann gemeinsam ein langes Seil gedreht. Früher wurden in der Landwirtschaft Seile benötigt, um Tiere auf der Weide anzupflocken oder um die Ernte auf dem Wagen festzuzurren; und natürlich benutzten Kinder auch früher schon Seile zum Springen und Spielen. All dies und Weiteres erfahren die Kinder und Erwachsenen nebenbei, wenn es anschließend darum geht, einige Knotentechniken an Kurzseilen zu erproben und alte Springseil-Spiele nachzuspielen. Museumsmitarbeiter Hartwig Blachewitz betreut diese Veranstaltung und hilft auch ungeübten Museumbesuchern gerne bei den Knotentechniken oder auf die (Seil-)Sprünge.

Diese Aktion kostet 4,- Euro pro Teilnehmer; wer ein Seil mitnehmen möchte, zahlt dieses extra (3,-/4,- €). Es empfiehlt sich eine Anmeldung unter 04344-3174 oder info@probstei-museum.de. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Die Gemeinde Schönberg und der Museumsverein freuen sich auf viele Ferienkinder.

Robert Zeltner, Probstei Museum Schönberg


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